Harald Heppner

Ao. Univ. Prof. i. R. Dr. phil. Dr.h.c. (mult)

Institut für Geschichte

Karl-Franzens-Universität Graz

Gedächtnisort eines Beteiligten.

Die deutschsprachige Studienrichtung an der Universität Klausenburg (Cluj-Napoca)

Der Mensch ist zwar in der Lage, verschiedene Themen voneinander getrennt zu denken, aber er ist nicht in der Lage, sein Leben zu teilen: Davon hat er immer nur eines, und sämtliche Wahrnehmungen landen immer in ein und demselben Gehirn.

Daher erscheint es nicht sinnvoll, die Erinnerungen an die deutschsprachige Studienrichtung an der Universität Klausenburg von Anderem, das sich auf Klausenburg bezieht, zu trennen, sondern beisammen zu lassen, weil alles zu einem gemeinsamen virtuellen Gedächtnisort gehört (Die folgenden chronikalischen Angaben beruhen auf Tagebuchaufzeichnungen des Verfassers).

1999

Am 15. Mai besichtige ich (nach 22 Jahren wieder) mit einer Exkursionsgruppe Cluj und statte auch der Universität einen Besuch ab. Dabei lerne ich Rudolf Gräf persönlich kennen.

2000

  1. bis 18. September. Ich nehme an einer Kooperationstagung des Arbeitskreises für siebenbürgische Lansdeskunde und der Universität Klausenburg teil. Als Eröffnungsredner darf ich den Anfang machen. Im Rahmen des Aufenthalts lerne ich Dej, Gherla, Torda, Aiud und Rămeţ kennen.

2001

  1. bis 12. Oktober. Bei einer internationalen Tagung in Preşov (Slowakei) treffe ich Rudolf Gräf wieder und wir kommen näher ins Gespräch.

2002

  1. bis 28. Januar. Mehrtägige Kooperationsgespräche mit Rektor Andrei Marga, Vizerektor Nicolae Bocşan u. a. Ausflug zum Bethlen Schloß in Bistriţa.
  2. bis 8. April. Meine ersten Lehrauftritte an der Universität Cluj im Rahmen der deutschsprachigen Studienrichtung. Kontaktgespräche mit mehreren „Promis“ des Hauses. Ausflug nach Alba Iulia und Sebeş sowie nach Remetea.

2003

Am 2. Februar kommt Rudolf Gräf nach Graz und holt die von mir organisierten Bücherbestände ab, die für die Österreich-Bibliothek in Cluj gedacht sind.

2004

Am 12. und 13. Mai nimmt Ruolf Gräf Auftritte in meinem Unterricht an der Universität Graz wahr.

2005

  1. bis 30. Mai. Internationale Tagung zur Geschichte der Stadt Cluj, die auch die deutschsprachige Studienrichtung mitorganisiert. Zuvor Besprechung mit Rektor Nicolae Bocşan über das Joint-Degree-Masterstudium für Südosteuropäische Geschichte, das die Universitäten Cluj (Rudolf Gräf), Graz (Harald Heppner) und Ljubljana (Marko Štuhec) gemeinsam vorbereiten. Ausflüge nach Zalău und Gherla.

2007

  1. März. Ich fahre nach Wien und nehme an einer Präsentation der Universität Cluj an der Universität Wien teil, die die Mehrsprachigkeit der Studienrichtungen vorstellt. Der rumänische Botschafter in Österreich ist auch anwesend.
  2. bis 11. Juni. Internationale Tagung zu „Siebenbürgen und die Habsburgermonarchie“. Zuletzt Ausflug nach Sibiu (Kulturhauptstadt Europas 2007).

Mit Beginn des Wintersemesters 2007/08 startet das Joint-Degree-Masterstudium für Südosteuropäische Geschichte. Dies führt dazu, dass in weiterer Folge mehrere Studierende der deutschsprachigen Studienrichtung ihr pflichtiges Auslandssemester an der Universität Graz absolvieren.

  1. bis 11. Dezember. Aufenthalt in Cluj anlässlich der Verleihung des Ehrendoktorats durch Rektor Nicolae Bocşan an mich. Promotor ist Rudolf Gräf. Ausflug nach Bistriţa zum Schloss Bethlen.

2008

  1. bis 20. Oktober. Reise nach Cluj für Lehrauftritte (16.10.) im Rahmen der deutschsprachiugen Studienrichtung und für eine internationale Demographie-Tagung (17. und 18.10.). Der Weg von Graz nach Cluj und zurück mit der Eisenbahn erfordert je rund 18 Stunden Fahrt.

2009

  1. bis 6. Juni. Treffen des Beirates des Joint-Degree-Masterstudiums in Cluj.

2010

  1. bis 10. Februar. Rudolf Gräf und ich treffen uns bei einer interuniversitären Studienkooperationstagung in Poitiers (Frankreich). Der Rückflug wird von heftigen Schneestürmen in Paris mitbestimmt.

Am 6.-8. Mai findet die bilaterale Tagung an der Universität Graz statt: „Siebenbürgen und die Steiermark im 18. Jahrhundert“. Nicolae Bocşan führt die Delegation an, der auch Rudolf Gräf, Ioan Bolovan und Ovidiu Ghitta angehören. Altrektor Bocşan erhält die Pro-meritis-Medaille der Universität Graz.

  1. November bis 4. Dezember: Internationale Konferenz in Barcelona (Spanien) zugunsten der interuniversitären Studienkooperation. Ich treffe Rudolf Gräf wieder. Alle Konferenzteilnehmer*innen haben Probleme mit dem Rückflug wegen eines Fluglotsenstreiks.

2011

Anlässlich des 13. Internationalen Kongresses zur Erforschung des 18. Jahhrunderts, den der Internationale Dachverband (ISECS) am 24. bis 30. Juli in Graz veranstaltet (lokaler Koordinator Harald Heppner), reist eine Abordnung der Universität Cluj an: Nicolae Bocşan, Ovidiu Ghitta, Rudolf Gräf u. a.

2012

  1. bis 15. Mai. Die abschließende Konferenz für interuniversitäre Studienkooperation findet in Sarajevo (Bosnien-Hercegovina) statt. Es schneit zwischendurch, Rudolf Gräf und ich treffen sich erneut.

2013

  1. bis 20. Oktober. Internationale Tagung zum Thema „Aufstieg zur Provinz“ an der Universität Cluj. Ich habe die Ehre, in der Aula den Eröffnungsvortrag halten zu dürfen. Im Anschluß Ausflug nach Alba Iulia.

2015

  1. bis 7. Januar. Ich begebe mich nach Cluj anlässlich des 60. Geburtstags von Rektor Ioan-Aurel Pop. Am 6.1. habe ich vor- und nachmittags Lehrauftritte. Ich werde gebeten, Englisch zu sprechen, damit mehr Studierende teilnehmen können.
  2. bis 14. Oktober. Zwei aufeinanderfolgende Tagungen veranlassen mich, erneut nach Cluj zu kommen. Die eine handelt von Minderheitenfragen im Donau-Karpatenraum in der Zwischenkriegszeit, die andere vom Ersten Weltkrieg und Rumänien.

Ich verfasse einen Beitrag zur Publikationsreihe der deutschsprachigen Studienrichtung.

2016

Eine Reise durch Galizien und die Bukowina führt einen Bus mit Mitgliedern des Historischen Vereins für Steiermark auch nach Cluj, wo wir am 20. Juli die Stadt besichtigen und der Universität einen Besuch abstatten. Diverse Bücher für die Österreich-Bibliothek werden Rektor Ioan-Aurel Pop und Prorektor Rudolf Gräf überreicht.

2018

Anlässlich des Habilitationsverfahrens für Dr. Mathias Beer (Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen) begebe ich mich von 16. bis 18. September als auswärtiger Gutachter nach Cluj und nehme an dem Kolloquium teil.

Ich verfasse einen Beitrag zur Publikationsreihe der deutschsprachigen Studienrichtung.

Graz, am 24. Oktober 2020

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